Kurzgeschichte der Volksschule Kaltenbach

Die fünfzigjährige Geschichte der Volksschule Kaltenbach von 1955 bis 2005
  
Aufgrund akuter Raumnot  in der Volksschule Ried, die damals die  Pflichtschüler aus den Gemeinden Ried und  Kaltenbach beherbergte, wurde im Jahre 1954  unter dem damaligen Bürgermeister Johann Wegscheider mit dem Bau  eines neuen Schulhauses in Kaltenbach begonnen. Infolge des raschen Baufortschrittes konnte das Gebäude  am 9. Oktober 1955 feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Bürgermeister Johann Wegscheider
 
Bei der Schulhauseinweihung, die für Kaltenbach und die ganze Umgebung ein richtiges Familienfest mit allen örtlichen Vereinen war, kam auch ein Gedicht von Frau Maria Schuster zum Vortrag, in dem es unter anderem hieß:
 
„Unsere Väter- sie schufen dieses Haus
für uns – die Nachkommen,
die Kindheit, die Jugendjahre,
sie gehen  hier stets ein und aus,
um zu lernen für´s Leben
es möge sich immer lohnen.“
 
„Der Bock im Kinde“- Relief an der Südseite des Schulhauses von Bildhauer Hans Mauracher
 
Erster Schulleiter der neuen Volksschule Kaltenbach war Volksschuldirektor Konrad Schiestl, der im Jahre 1964 von Andreas Hallbrucker  abgelöst wurde.
 
Im Jahre 1970 wurde Konrad Steinlechner mit den  Amtsgeschäften der Schulleitung in Kaltenbach betraut, der wiederum von Frau Oberschulrat Cäcilia Presl aus Ried im Jahr 1978  abgelöst wurde.  1988 trat Frau Presl in den wohlverdienten Ruhestand  und  Kröll Hanspeter aus Zell am Ziller bekam die Leitung der Schule übertragen.

 

Maifest der Schule mit Hr. Dir. Steinlechner

 

Die 1. Klasse mit Frau Dir. OSR Cäcilia Presl im Jahr 1978
                                                                                         
In den ersten Jahren ihres Bestehens wurde die Schule zwei- oder dreiklassig geführt, die alle Schulstufen bis hin zur damaligen Oberstufe beinhaltete. Somit fand teilweise Abteilungsunterricht statt.
 
Ab dem Jahre 1967 bis zum  Jahre 1973 (Beginn der Sonderschule Uderns) wurden der Volkschule auch Sonderschulklassen angeschlossen. In der  über fünfzigjährigen Geschichte der Volksschule Kaltenbach schwankte die Schülerzahl  zwischen 117 im Schuljahr 1968/69 und im Schuljahr. Seit dem Jahr  19981 wird die Volksschule Kaltenbach vierklassig und somit hochorganisiert, ohne Abteilungsunterricht, geführt.
 
In all den Jahren ihres Bestehens wurden unter den Leitungen der verschiedenen Direktoren neben dem regulären Unterricht  auch zahlreiche außerschulische Aktivitäten gesetzt, die von der Bevölkerung positiv angenommen wurden.
 
 
Unter Dir. Konrad Steinlechner wurden  große Maifeste organisiert, die Schüler und Erwachsene begeisterte.
 
Im Jahre 1984 kam es unter der Federführung von Fr. Dir. Cilli Presl anlässlich  der Gedenkfeier„175 Jahre Tiroler Freiheitskämpfe“ zu einer Großaufführung beim Pavillon, bei der 80 Schüler die historischen Begebenheiten  des Jahres 1908 szenisch darstellten. Die Festlichkeiten wurden vom Kirchenchor, der Bundesmusikkapelle und der Schützenkompanie feierlich umrahmt. Vor allem für die älteren Mitbürger von Kaltenbach  wurden und werden jährlich besinnliche Weihnachtsfeiern mit viel Liebe und Engagement von Schülern und Lehrer gestaltet.

Abermals ein Festtag für Gemeinde und Schule  war der 10.11.1991. Nach knapp einjähriger Bauzeit  konnte der Um– und Anbau des neuen „Hauses der Gemeinde Kaltenbach“  mit einem großen Dorffest und einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden. „Dies ist eine  Investition für die Zukunft“ hielt der anwesende Landeshauptmannstellvertreter Hans Tanzer  in seiner Festrede fest.

Bürgermeister im Jahr 1991: Hans Scheffauer

Größere, helle kinderfreundliche Schulklassen, ein Medienraum, ein Werkraum ein  Konferenzzimmer und ein Turnsaal neben vielen weiteren Bauadaptionen konnten von  nun an von Schülern und Lehrern in Beschlag genommen werden.

In jüngerer Zeit konnte sich die Volksschule  vor allem durch die Aufführung zahlreicher Musicals überregional einen ausgezeichneten Ruf verschaffen. So wurde man auch schon zu einem großen Schultheaterfestival in das bayrische Wolffahrtshausen eingeladen. 

Musicalaufführungen 1994 - 2019:

  • Der König im Stall, 1994  
  • Sara und der goldene Weizen,1995   
  • Der lange Weg nach Betlehem ,1995    
  • Der Hirtenjunge David, 1996
  • Die Hexe Backa Racka ,1996   
  • Der ängstliche kleine Spatz 1997
  • Das Christkind wird geboren, 1997
  • Ein großer Tag für Vater Martin ,1999
  • Der kleine Tag, 2000
  • Die Legende vom 4. König, 2001
  • Die Reise der Wassertropfen, 2002  
  • Das große Geheimnis, 2003
  • Warum kein Schwein sein Ferkel schlägt, 2004
  • Das  lebendige Buch, 2005 zum 50. jährigen Schuljubiläum
  • Nikolaus, der Bischof von Myra, 2007
  • Griaß di Gott, Christkindl, 2009
  • Vampir, Winnie Wackelzahn, 2011
  • Mirinda Zauberwind, 2014
  • Till Eulenspiegel, 2017
  • Marielle, die kleine Meerjungfrau, 2019

Höhepunkte aus 12 musikalischen  Singspielen wurden bei der Österreichweiten  Tagung der Schulinspektoren Österreichs zum Besten gegeben.  Auch auf dem sportlichen Sektor werden laufend neue Ideen geboren. So wurde von Dir. Kröll ein bezirksweites Fußballturnier für Volksschulkinder initiiert und 10 Jahre lang in Kaltenbach durchgeführt.

Das alljährlich durchgeführte  Volksschulschirennen, Leichtathletikfeste und zahlreiche teilnahmen bei Tirolweiten Sportveranstaltungen gehören  zum Schulalltag in der Volksschule Kaltenbach. Den Schülern wird ein sorgfältig durchdachter Lehrplan abwechslungsreich und kindgerecht  mit viel pädagogischem Geschick vermittelt. 

Auch modernen Lehr- und Lernmethoden ist man aufgeschlossen. Die Volksschule Kaltenbach war eine der ersten Volksschulen  im Bezirk Schwaz, die in einem  hochtechnisch ausgerüsteten Computerraum die Schüler  auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet.

Volksschule Kaltenbach

Direktor Mario Niederklapfer
Schmiedau 17
6272 Kaltenbach / Tirol

Mobil: 0676 897451415
www.vs-kaltenbach.tsn.at
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